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Kinder im Früh- und Elementarbereich | Drucken |

fe-team_420x315Unterstützung und Beratung im Früh- und Elementarbereich wird für alle sehbehinderten, blinden sowie mehrfachbehinderten sehgeschädigten Kinder und ihre Bezugspersonen in Schleswig-Holstein angeboten.

Sehschädigung bedeutet oft eine Erschwernis der kindlichen Entwicklung. Entscheidende Bereiche wie Wahrnehmung, Bewegung, Sprache oder Sozialverhalten unterliegen den besonderen Bedingungen, die durch fehlendes oder eingeschränktes Sehvermögen beeinflusst werden.

Aufgabe der Unterstützung und Beratung im Früh- und Elementarbereich ist es, den Eltern auf Wunsch als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und sie im Prozess der Auseinandersetzung mit der Behinderung ihres Kindes zu unterstützen. Gerade die ersten Lebensjahre des behinderten Kindes sind für die Eltern mit erheblichen emotionalen, psychischen und organisatorischen Belastungen verbunden. Unterstützung und Beratung wird beispielsweise für den Umgang mit Behörden, die Klärung medizinischer Fragen oder die Bewältigung des Alltags mit einem sehgeschädigten Kind angeboten. Es gilt, die Eltern über die möglichen Auswirkungen der Sehschädigung zu informieren und gemeinsam die Entwicklung des Kindes kontinuierlich zu beobachten und zu begleiten.

Konkrete Anregungen zur Förderung des Kindes beziehen sich beispielsweise auf
  • visuelle Wahrnehmungsfähigkeit (u.a. durch visuelle Stimulation)
  • Entwicklung und Integration der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche
  • Spielfähigkeit (u.a. durch Beratung in der Spielzeugauswahl)
  • motorischen Fähigkeiten
  • Exploration der Umwelt
  • Orientierung und Mobilität (O&M)
  • Lebenspraktischen Fertigkeiten (LPF)
  • Soziale Kompetenz

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beratung von Personen in Einrichtungen, die für das sehgeschädigte Kind und seine Eltern bedeutsam sind. Diese können sein: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen örtlichen Frühförderstellen, Kindergärten oder Kindertagesstätten, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, medizinisch - therapeutische Fachkräfte sowie Kinder- und Augenärztinnen/-ärzte. Neben dem beratenden Gespräch mit den Angehörigen und dem fördernden Umgang mit dem Kind im Elternhaus oder in anderen Einrichtungen bieten die Lehrkräfte des Landesförderzentrums Sehen, Schleswig Eltern-Kind-Treffen und Fortbildungsveranstaltungen für das pädagogische Personal von Frühförderstellen und Kindergärten an und vermitteln Kontakte der betroffenen Familien untereinander, soweit dies gewünscht wird.

Im Rahmen der Kooperation arbeiten die Lehrkräfte im Früh- und Elementarbereich mit anderen Organisationen zusammen, die Frühförderung anbieten.

Alle Bemühungen um die Förderung des Kindes sind darauf gerichtet, den individuellen Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes gerecht zu werden. So kann aus sehgeschädigtenpädagogischer Sicht ein Beitrag zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes geleistet werden. Die Beratungsgespräche und Besuche finden in der Regel im Lebensbereich des Kindes statt, d. h. in seinem Elternhaus bzw. in der Einrichtung, die das Kind besucht. Intensität, Dauer und Schwerpunkte der Unterstützung und Beratung richten sich nach den jeweiligen Bedürfnissen der Betroffenen sowie nach den personellen Möglichkeiten des Landesförderzentrums Sehen, Schleswig.

Die Lehrkräfte im Früh- und Elementarbereich begleiten die Familie bei der Auswahl einer geeigneten Schule und beim Übergang in die jeweilige Schulform.

 
 
     
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